Das Manuskript von „Ewiger Winter“ ist fertig und bereit für Testleser!

So sehen 238.489 Wörter aus, nachdem sie über Wochen und Monate hinweg überarbeitet wurden:

IMG_0265

 

 

 

 

 

 

 

Viel Rotstift musste angesetzt werden und nachdem dieser nach der ersten Hälfte des Manuskripts versagt hat, hat dann mein blauer „Glitzer-Kulli“ übernommen. (Der lag halt gut in der Hand 😉 )

Einige dieser Seiten wurden in den Räumen eines medizinischen Labors überarbeitet, während ich darauf gewartet habe, dass sich Antikörper an Zellen anlagerten. Andere wurden in irgendwelchen Sitzecken der Uni gelesen und geschrieben, während ich auf die nächste Vorlesung gewartet habe. Und wieder andere haben sogar schottischen Boden betreten. Doch selbst diese kleine Auswahl an Schauplätzen fasst die letzten ca. 3 Jahre Arbeit an diesem Manuskript nur sehr ungenügend zusammen.

Trotzdem kann ich jetzt endlich sagen: „Es ist fertig!“

Besser bekomme ich dieses Buch zum jetzigen Zeitpunkt alleine nicht hin. Deswegen startet jetzt die nächste Phase im Leben eines jeden Buch-Projektes: Erste Testleser dürfen sich in der von mir geschaffenen Welt umsehen und die Charaktere meiner Geschichte auf ihren Wegen begleiten.

Das fühlt sich gleichzeitig richtig gut an und auf der anderen Seite bin ich natürlich auch tierisch nervös, welches Feedback ich erhalten werde. Trotzdem: Diesen Moment genieße ich.

Und morgen, dürfen dann andere meine Geschichte auseinandernehmen, untersuchen und kritisieren, dass sie noch besser wird und den zukünftigen Lesern den möglichst größten Spaß bereitet.

 

Achso, bevor ich es vergesse:

Ich habe endlich einen ersten vernünftigen Arbeitstitel für meine Geschichte gefunden:

„Ewiger Winter“

Ob es dabei bleibt kann ich noch nicht sagen, aber zumindest im Moment gefällt er mir recht gut. 🙂

 

 

Letzte Vorlesung meines Medizinstudiums

IMG_6788An die Grundschule kann ich mich bis auf einige Ausnahmen nur noch an wenig erinnern. Beim Gymnasium siehst es bis zur Oberstufe recht ähnlich aus. Ab dann wird es besser. Und wenn ich jetzt an mein Studium so denke, dann ist das, was am deutlichsten in meinem Kopf aufleuchtet, das dritte Semester: Das Anatomie-Semester.

Also die Zeit, in der man mehr Zeit mit Leichen und lernen verbringt, als man es jemals für möglich gehalten hätte. Und obwohl es eine anstrengende und vor den mündlichen Prüfungen auch immer Nerven aufreibende Zeit war, gehört sie irgendwie doch zu den besten und interessantesten Erfahrungen meines Medizinstudiums. (Natürlich neben den Famulaturen in den Krankenhäusern, wo man dann tatsächlich doch auch mal Kontakt zu lebenden Menschen hat ;-))

Fühlt sich irgendwie unrealistisch an, dass diese lange Zeit (5 Jahre!) jetzt tatsächlich vorbei ist. Klausuren müssen keine mehr geschrieben werden. Der Abschied von langjährigen Freunden, die ihren Weg woanders weitergehen, steht an. Und viele andere Dinge, über die man sich gar nicht besonders viele Gedanken machen kann, weil das zweite Staatsexamen ja schon auf einen wartet. Also trotz „Scheinfreiheit“ (=alle Klausuren bestanden) scheint zumindest das Lernen eine durchgehende Konstante für jeden zu sein, der sich dazu entscheidet Medizin zu studieren. Aber hey: Arzt zu sein, erscheint mir tatsächlich zum ersten Mal in greifbarer Nähe. Und auf das Praktische Jahr freue ich mich wirklich.

Aber jetzt genug mit diesem kurzen in Erinnerungen schwelgen. Schließlich will ich ein Buch schreiben. Und welcher Zeitpunkt eignet sich besser, als ein Sonntagnachmittag, um seine Geschichte zu überarbeiten. 😉

25 Prozent der letzten Überarbeitung sind geschafft. (Eigentlich sogar ein bisschen mehr). Dann ist mein Roman endlich soweit, dass ich ihn ersten Testlesern zeigen kann. Und ich bin mir schon sicher, dass ich die Rückmeldungen, die ich bekommen werde, sicher nicht so schnell vergessen werde wie meine Grundschulzeit. Schließlich war das Schreiben an dieser Geschichte, neben dem allgegenwärtigen Lernen, eine Sache, die mich auch die letzten ca. 3 Jahre begleitet hat. Also auf ans Werk!

 

 

 

 

Update der letzten Zeit

Die letzten Monate hat die Arbeit an meinem Debüt-Roman leider etwas gelitten, doch ich war natürlich nicht untätig. Statt an fiktivem Stoff habe ich an etwas „realerem“ geschrieben. Der bereits mehrfach überarbeitete Entwurf meiner Doktorarbeit ist nahezu fertig und wartet momentan noch auf das letzte „Okay“. Danach muss ich mich dann um solche Dinge wie das Setzen und den Druck kümmern und einige formelle Sachen klären. Im Prinzip ist davon vieles vermutlich sogar vergleichbar mit den Arbeiten eines Self-Publishers. Mal sehen, wie sich meine Erfahrungen hierzu ergänzen.

Die letzten Tage habe ich es dann aber doch geschafft, auch wieder in die Überarbeitung meines Romans einzusteigen. Inzwischen sind 28/40 Kapiteln überarbeitet. Allerdings muss ich die Änderungen in den Kapiteln noch vom Papier in die elektronische Buchdatei übertragen, da ich momentan „per Hand“ und mit Stift arbeite.

 

Zuletzt gelesen:

 

Harry Dresden 2 – Wolfsjagd:

Nicht ganz so viel, aber ein Buch war dabei, dass mir sehr positiv in Erinnerung geblieben ist: Der zweite Teil der Harry Dresden Reihe: Wolfsjagd. Den ersten Harry Dresden Roman fand ich noch ein wenig zu voll mit inzwischen bekannten Klischees (das Buch ist ja jetzt auch schon ein bisschen länger erschienen). Aber im zweiten Teil wurde ich umso mehr positiv überrascht, dass das durchaus bekannte Thema um Werwölfe einige neue Facetten bekommen hat. Vor allem die Spannung und das Pacing der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Harry Dresden wird mir immer sympathischer. Ich hoffe dass das in den Folgebänden – die ich auf jeden Fall lesen werde – sich weiterhin so entwickelt.

 

Zuletzt gesehen:

 

True Detective Staffel 2:

Heute habe ich das Finale der zweiten Staffel von True Detektive gesehen und die Serie war absolut herausragend. Die Charaktere fantastisch gut geschrieben und gespielt und die Handlung zwar in den ersten Folgen noch etwas ohne deutliches Ziel, spätestens aber mit dem Höhepunkt am Ende der vierten Folge mit extremer Sogwirkung. Das Ende habe ich mir zwar anders gewünscht, aber vielleicht gerade, weil die Story so beendet wurde, wie es die Schreiber hier gemacht haben, wird mir die zweite True Detektive Staffel vermutlich noch lange in Erinnerung bleiben. Für mich besonders erstaunlich: wie sympathisch mir der Gangsterboss Frank war.

 

Battelstar Galactica Staffel 1+2:

Vor ewigen Zeiten habe ich mal den Pilotfilm auf RTL II gesehen und ihn damals nach der ersten halben Stunde aufgehört zu schauen. Jetzt wo die Serie auf Amazon Prime zur Verfügung steht und ich ihr nochmal eine Chance gegeben habe, stellt sich die damalige Entscheidung als großer Fehler heraus. Die Serie ist super! Bis auf einige sehr wenige schwächere Folgen ist das ziemlich gutes Fernsehen, was da gezeigt wird. Besonders interessant finde ich, wie gut die Macher die große Anzahl an Charakteren handhaben. Auch wenn mir jetzt der „Plot-Twist“ oder besser gesagt die andere Richtung, in der die Geschichte vermutlich nach dem Ende der zweiten Staffel weitergehen wird, nicht ganz so gut gefällt, werde ich auf jeden Fall in die nächsten Folgen mal reinsehen. Nich dass ich wieder den Fehler mache und diese Serie viel zu früh abbreche.

 

Was als nächstes ansteht:

Natürlich soll die Überarbeitung meines Romans weiter vorangehen. Allerdings muss ich auch sehr viel Zeit für die Uni einplanen, denn jetzt wo die Doktorarbeit hoffentlich in ihren Endzügen angekommen ist, steht im Herbst das zweite Staatsexamen an. Und der Countdown des „100 Tage Lernplans“ hat begonnen. Um den durchzuhalten, habe ich mir ein kleines persönliches Belohnungssystem zurechtgelegt. In regelmäßigen Abständen, wenn ich einige Lerntage abgearbeitet habe, darf ich ein bisschen Geld ausgeben. Entweder für Bücher oder andere Kleinigkeiten, die sich gut in meinem Zimmer machen. Außerdem ist das Endziel ein kleines Upgrade für meinen PC. Denn ich will schon seit Erscheinen von The Witcher 3 genug Zeit haben, um das Spiel richtig zu genießen. Und da ich nach dem Staatsexamen ein paar Wochen frei habe, bis es weitergeht, werde ich mir da die Zeit nehmen.

 

P.S.: Übrigens habe ich auch mit dem Twittern angefangen. Auch wenn ich mich dort noch am Einfinden bin und mein Profil natürlich noch überarbeitet werden wird , gefällt mir die Umgebung bisher ausgesprochen gut. Ich freue mich also über jeden, der mir dorthin folgt. 🙂

(Vielleicht finde ich auch einen ansprechenden Weg, wie ich meine Twitter-Aktivitäten hier in die Website einbauen kann, aber das wird sich zeigen.)

April 2016 #1

Der erste Beitrag für den Monat April (ein weiterer sollte noch folgen), aber ich habe bisher 2 Bücher gelesen und eine Serie gesehen und dachte, dass ich meine Eindrücke schon mal teile. Sonst wird der zweite Beitrag so lang. Ich hoffe nämlich dann darüber schreiben zu können, wie gut mir die Lesung von Bernhard Hennen und Robert Corvus im Drachenwinkel am Ende des Monats gefallen hat und vielleicht auch noch über ein paar andere Dinge.

Bücher:

– Firefight von Brandon Sanderson:

146_26900_164808_xxl

Wie schon im letzten Post erwähnt, habe ich Anfang des Monats Firefight (den zweiten Band in der Reckoners-Serie von Brandon Sanderson) gelesen. Und von wegen unlogisches Ende! Eher einer der spannendsten und dichtesten Höhepunkte überhaupt. Brandon Sanderson ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren und ich hatte noch kein Buch von ihm in der Hand, dass mir nicht gefallen hat. Es ist eher so, als würde er mit jeder Geschichte, die er schreibt noch ein wenig besser. „Magiesysteme“ waren schon immer sein Ding und spätestens seit der Mistborn-Reihe würde ich behaupten, dass das kein anderer Autor besser beherrscht als er selbst. Allerdings scheint er mit jedem weiteren Roman an vielen kleinen Ecken und Kanten dazuzulernen und besonders das Pacing (also die Geschwindigkeit mit der eine Geschichte erzählt wird) ist in Firefight so ziemlich das Beste, was mir bisher untergekommen ist. Genau die richtige Abfolge von Action-Szenen, ruhigeren Charakter-Momenten und klugem Pläneschmieden (nur um dann in den Action-Szenen noch genialer zu improvisieren), um einen nur so durch den Roman durchrauschen zu lassen, ohne dass man ihn weglegen möchte. Also selbst wenn man mit der Epic-Fantasy, in der der Autor die meiste Zeit zu Hause ist, nicht allzuviel anfangen kann sollte man Steelheart und dann Firefight lesen. Ich liebe diese Bücher und freue mich schon riesig auf Band 3 (Calamity).

Bis dahin bleiben mir zum Glück noch die bisher erschienen Romane aus der „Stormlight Archive“-Reihe zum Lesen. Und vielleicht schafft es ja hoffentlich bald auch noch „Der Rithmatist“ in meine Regale.

(zum Buch: → hier lang)

 

– Blut gegen Blut von Benjamin Spang:

bgb_coverGestern habe ich Blut gegen Blut vom Indie-Autor Benjamin Spang fertig gelesen. Der Roman ist sein Debüt-Werk (mit Ausnahme von bereits veröffentlichten Kurzgeschichten-Sammlungen) und ich meine mich erinnern zu können, dass der Autor selbst irgendwann mal gesagt/geschrieben hat, dass er die Welt in seinem Roman bzw. das komplette Feeling beim Lesen der Geschichte am ehesten mit den Underworld-Filmen vergleichen würde. (Hoffentlich irre ich mich hier nicht:-), aber zumindest von meinem Empfinden würde ich es auf jeden Fall Genremäßig auch so einordnen.) Es gibt also Vampire, Werwölfe und Menschen deren Kulturen sich jeweils massiv voneinander unterscheiden und das alles verpackt in einer düsteren Welt, in der sich diese 3 Völker in einem ständigen Krieg befinden. Alles in allem hört sich das zwar ziemlich cool an, würde normalerweise aber nur begrenzt in mein übliches Beuteschema fallen, wenn es um den Bücherkauf geht. Da ich dem Autor aber schon ein, zwei Mal persönlich begegnet bin und auch seinen Werdegang bzw. die Entstehung seines ersten Romans interessiert mitverfolgt habe, dachte ich, dass es nun nach Erscheinen des Buches doch mal Zeit wird, dass ich es lese. (Der Roman ist nämlich durch ein Crowdfunding Projekt entstanden, wobei ich leider gestehen muss, dass ich es damals nicht unterstützt hatte. Eben weil die Geschichte nicht so hundertprozentig in „mein Genre“ gefallen ist) Naja nach dem Lesen, muss ich sagen, dass ich es tatsächlich schade finde, dass ich das damals nicht getan habe. Dabei muss ich zwar sagen, dass Blut gegen Blut vermutlich zwar nicht mein Lieblingsbuch ist, aber (nicht nur für einen Debütroman) ein verdammt ordentlicher Roman geworden ist. Sowohl vom Plot als auch von der Spannung in der Handlung, die beständig hochgehalten wird, hat mir das Buch gut gefallen. Und vor allem die Ausarbeitung der Welt fand ich sehr gut gemacht. Die 3 Rassen in der Geschichte haben gefühlt einen wesentlich größeren Tiefgang als ich zu Beginn erwartet hatte. Das hat der Autor meiner Meinung nach ziemlich gut rübergebracht, einfach dadurch, wie die Figuren ihre Umwelt erleben und wahrnehmen, nicht einfach durch plumpes Einwerfen von Info-Fetzen. Als einzigen Kritikpunkt (und ich hoffe, der Autor verzeiht mir, dass ich das schreibe, da ich in meinem Blog eigentlich nur über die Sachen schreiben will, die mir durch und durch gefallen haben) empfand ich die Neigung der Hauptfigur Kathrina zur Selbstverletzung. Ja es passt in die erschaffene Welt, aber ich habe mich (durch mein Medizinstudium) tatsächlich mal eine Zeit lang mit jemandem unterhalten, der sich in seiner Vergangenheit selbst „geritzt“ hatte und meinem Empfinden nach, wäre diese Person in dieser Phase ihres Lebens nicht in der Lage gewesen irgendwelchen „Abenteuer“ zu bestehen, wie sie im Roman geschildert werden. Natürlich könnte man jetzt auch sagen, dass man sich dann eigentlich keinen Actionfilm mehr ansehen dürfte, in der Leute die lächerlichsten Verletzungen überleben, aber aus irgendeinem Grund, war es hier für mich ein anderes Empfinden. Da es sich beim Roman jedoch um Fantasy handelt, konnte ich die meiste Zeit darüber hinwegsehen und am Ende (Achtung kleiner Spoiler!!) als ihre vermeintliche Schwäche der Selbstverletzung mehr oder weniger ihren entscheidenden Vorteil innerhalb des Endkampfes ausmacht, hatte der Autor mich wieder zurückgewonnen. 🙂

Also alles in allem wurde ich von Blut gegen Blut gut unterhalten, auch wenn es nicht ganz meinen üblichen Lese-Genres entspricht. Aber wer nichts dagegen hat, dass öfters mal ein Vampir mit einem Kettensägenschwert geköpft wird (anstatt, dass er etwa im Sonnenlicht glitzert), kann sich Blut gegen Blut durchaus mal anschauen. (zum Buch: → hier lang)

Ergänzung: Ich verfolge übrigens ziemlich gerne die Sachen, die Benjamin Spang so auf seiner Facebook-Seite teilt oder auch seine Youtube-Videos. (Besonders viele Autoren, die regelmäßig Videos drehen gibt es ja nicht und ich finde sowas extrem kurzweilig :-)) So habe ich übrigens auch erfahren, dass wohl dieses Jahr noch weitere Geschichten aus der Romanwelt von Blut gegen Blut erscheinen sollen. Das in diesem Video vorgestellte Cover finde ich persönlich auf jeden Fall schonmal sehr cool. (Und falls dieses Mal wieder ein Crowdfunding fürs Erscheinen nötig sein sollte, würde ich es definitiv auch unterstützen!)

 

Serie:

Fear the Walking Dead

Da ich über Amazon Prime einen Zugang zu einer Vielzahl von Serien habe und damit auch zu Fear the Walking Dead (dem Serienableger von The Walking Dead), habe ich mir diesen Monat die 6 Folgen der ersten Staffel angesehen, während ich Sport gemacht habe. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen, da ich nur wenig Trailer oder ähnliches gesehen hatte und vor allem, weil es bei solchen Serienablegern einfach oft nicht gelingt, das, was die ursprüngliche Serie ausmacht, umzusetzen. Und tatsächlich muss ich sagen, dass mich Fear the Walking Dead weit weniger gefesselt hat, als das Original. Dabei ist die Serie auf jeden Fall hochwertig produziert und der „Untergang der Zivilisation“ während der Zombie-Apokalypse war sehr gut und atmosphärisch dargestellt. Tatsächlich empfand ich die Szenen, in denen die Unruhen in der Stadt gezeigt werden und die Flucht vor den ausbrechenden Straßenkämpfen, als wirklich gelungen.

Was für mich das Hauptproblem der Serie war, ist jedoch dass im Gegensatz zu The Walking Dead einfach keine wirklich „sympathischen“ Charaktere vorhanden sind, mit denen ich mitfiebern würde. Ehrlich gesagt war mein „Lieblingscharakter“ mit Tobias nur eine sehr kleiner Nebenfigur.

Vermutlich werde ich eine (bald erscheinende) zweite Staffel mir aber trotzdem wieder ansehen. Erstens, weil die Serie doch immer wieder ein paar gute Momente hatte (auch wenn gerade in den mittleren Folgen viele Längen drin waren) und weil ich glaube, dass jetzt am Ende von Staffel 1, eine recht vielversprechende Ausgangslage für eine zweite Staffel geschaffen wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass entweder ein paar neue Identifikationsfiguren auftreten oder sich einige Figuren, die bisher vorkommen, weiterentwickeln.

 

was schaue ich im Moment:

160324_PV_The Night Manager_S1_0_ 2016 AMC

 

– The Night Manager

mit Hugh Laurie und Tom Hiddleston → bisher (Folge 5) ziemlich gut 🙂

 

 

 

Bildquellen:

Firefight: http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/146_26900_164808_xxl.jpg

Blut gegen Blut: http://www.blutgegenblut.de/

The Night Manager: http://amazon-presse.de/Produkte/Pressetexte/Newsdetail.html?pid=dcf3982d-3567-4736-88f1-9955482ec4ac

März 2016 #1

Nach einem Versuch (auf einem anderen Blog) regelmäßig ausführliche Rezensionen zu Büchern und Filmen etc. zu schreiben, musste ich feststellen, dass mir dazu meistens die Zeit fehlt. (Neben Uni und dem Schreiben an meinem Buch/ meinen Geschichten)

Daher will ich, unter anderem, um diese Website auch mit ein wenig regelmäßigem Content zu füttern, ein neues Format ausprobieren, in dem ich hauptsächlich für mich festhalte, was ich jeden Monat so tolles an Büchern gelesen, Filmen gesehen und Spielen gespielt habe. Dabei darf sich natürlich auch einiges Anderes einschleichen (sei es aus meinem Studium oder sonstige Erlebnisse). Noch steht die endgültige Struktur dieser Posts nicht fest und wird sich vielleicht von mal zu mal auch wandeln, aber wir werden sehen. 🙂

Also los geht’s mit meinem ersten Post für den März 2016:

„Beruflich“ (so nenne ich jetzt einfach mal alles, was mit meinem Studium zusammenhängt), war ich Anfang des Monats noch hauptsächlich damit beschäftigt mein Praktikum in der Notaufnahme eines naheliegenden Krankenhauses zu absolvieren. Die Zeit da war genial, manchmal anstrengend aber immer extrem lehrreich. Ich habe noch nie von so vielen netten Ärzten in einem Praktikum so viel lernen dürfen. (Innerhalb der ersten Woche direkt mal bei einer Reanimation mitgeholfen und in der restlichen Zeit von einer Menge psychischer Leiden über Herz-Infarkte bis zur Cava-Thrombose gefühlt alles mitgenommen, was man in so einer Notaufnahme sehen kann.) Wo ich einen Teil meines PJ’s mache steht damit wohl fest 😉

Ansonsten schreibe ich momentan sehr viel an meiner Doktorarbeit, was anstrengend ist und alles viel mehr Arbeit ist, als gedacht. Aber gefühlt komme ich voran und das ist meiner Meinung nach nicht schlecht. Auch wenn das viele „berufliche“ Schreiben irgendwie verhindert, dass ich dann in meiner Freizeit noch viel an meinem Roman machen könnte. Irgendwie kann mein Gehirn nur eine gewisse Zeit lang konzentriert an Texten arbeiten.^^

Aber das war’s jetzt für diesen Monat erstmal mit dem Kram über mein Studium und das drumherum. Kommen wir zu meinem „Medienkonsum“. 🙂

Also, was habe ich diesen Monat alles tolles gesehen/gelesen/gehört:

 

Bücher:

– Wächter der Nacht-Reihe von Sergej Lukianenko:

Wächter der Nacht

Nachdem ich die Wächter der Nacht-Reihe von Sergej Lukianenko als Teenager geliebt habe, aber irgendwann an dem Punkt gewesen war, dass längere Zeit keine neuen Bände mehr erschienen und ich daher die Reihe erstmal ruhen ließ, musste ich vor einigen Monaten feststellen, dass mit „Wächter des Morgen“ und „Die letzten Wächter“ doch noch 2 abschließende Bücher herausgekommen sind. Natürlich wollte ich irgendwie nochmal in die Geschichte finden und habe mir daher die ersten 4 Bücher als Hörbücher angeschafft und auf Autofahrten etc. gehört. Dabei musste ich feststellen, dass Lukianenkos Bücher als Hörbücher für mich nicht wirklich funktionieren. Wenn ich nicht „selbst lese“, ziehen sich die Stellen, in denen er über russisches Essen, dessen Zubereitung und dem passenden Alkohol dazu referiert, einfach zu lange dahin, für meinen Geschmack. Als ich die beiden letzten Bände dann jedoch wieder als „richtige“ Bücher in der Printversion las, war ich sofort wieder drin und habe die Reihe mit Genuss beendet.  Das Ende war meiner Meinung nach wirklich episch. Jeder wichtige Charakter aus der Serie hat mehr oder weniger einen Auftritt und spielt „seine“ Rolle, in einem großartigen Plot. (Achtung Spoiler: Auch wenn vielleicht ein Charakter für meinen Geschmack zu „Deus Ex Machina“-mäßig wieder von den Toten auferstanden ist, um bei der letzten Konfrontation dabei sein zu können.)

Alles in allem habe ich die Reihe aber wirklich gerne gelesen. (Zum ersten Buch: → hier lang )

 

– Ödland: Erstes Buch, Der Keller von Christoph Zachariae:

oedland-i-cover-klein

Ich hatte das große Glück vor ein paar Monaten bei einem Gewinnspiel, das der Autor veranstaltet hat, ein paar Postkarten mit Covermotiven der Buchreihe (signiert vom Autor und dem genialen Künstler Colin M. Winkler) zu gewinnen. Daraufhin habe ich mir natürlich auch gleich den ersten Band der Reihe bestellt und bin nun endlich dazu gekommen ihn zu lesen. Und das ich das innerhalb von ca. 2 Tagen gemacht habe, sagt wohl schon fast genug über die Spannung aus, die die Geschichte die ganze Zeit über am laufen hält. Der Autor schafft es eine vollkommen glaubwürdige Welt am Abgrund (also nach einer Apokalypse) darzustellen. Die Stille, Leere und Kälte des Ödlands, das Mega (eine der beiden Hauptfiguren) durchqueren muss, ist jederzeit spürbar und die Brutalität, die die Menschen die in dieser Welt leben an den Tag legen ist zwar stellenweise wirklich extrem detailliert beschrieben (was ich persönlich selten so gelesen habe) aber auch jederzeit irgendwie glaubwürdig, was das ganze vielleicht umso erschreckender macht. Denn wenn man ehrlich ist, wer würde nach einer Katastrophe von globalem Ausmaß am ehesten überleben. Vermutlich die Menschen, die bereit sind immer einen Schritt weiter zu gehen, als alle anderen.

Ich muss zugeben, dass ich gerade am Anfang von den zeitlichen Sprüngen der Kapitel, die mal aus der Sicht von Mega (einer jungen Frau, die das gefährliche Ödland durchqueren muss, um das Überleben ihrer Gruppe zu sichern) und dann wieder aus der Sicht von Hagen (dem Anführer einer brutalen Bande von Plünderern und Bewohnern des Ödlands) erzählt werden, etwas irritiert war. Doch nachdem ich mich erstmal daran gewöhnt hatte, wollte ich natürlich unbedingt wissen, wie alle im Buch begonnenen Fäden miteinander zusammenhängen. Nachdem ich dann bei dem !!!extremen!!! Cliffhanger am Ende des ersten Buches angekommen war, habe ich keine fünf Minuten später den nächsten Band bestellt. Falls der Autor das mit den Cliffhanger-Enden in seinen weiteren Büchern auch so macht, dann kann ich nur hoffen, dass Band vier fertig wird, bevor ich den zweiten und dritten gelesen habe.

Ach wie ich mich freue, wenn diese ganze Reihe in meinem Regal stehen wird, und die Buchrücken der Taschenbuchausgaben ein Gesamtbild ergeben. (wie beispielsweise auf dem Bild dieses Posts) So müssen Bücher von Indie-Autoren aussehen!

(zum Buch: → hier lang)

 

– gerade am Lesen:

146_26900_164808_xxl

 

– Firefight von Brandon Sanderson:

→ Der erste Teil der Reihe (Steelheart) war einfach nur großartig und was ich bisher von Teil 2 gelesen habe, macht auch Lust auf mehr. (Auch wenn ich bereits irgendwo gehört habe, dass das Ende des Buches wohl etwas unlogisch sein soll?) (zum Buch: → hier lang)

 

bgb_cover

 

– Blut gegen Blut von Benjamin Spang:

→ dazu bald mehr

(zum Buch: → hier lang)

 

 

Serien:

– Castle Staffel 7:

916KvptyaPL._SL1500_

Nach dem zunächst für meinen Geschmack etwas zu „gezwungenen“ Anfang der Staffel (Achtung Spoiler: Jetzt wo die Sache um Kate Beckett’s Mutter in der letzten Staffel zu einem Ende gebracht worden ist, mussten die Autoren meiner Meinung nach etwas gezwungen einen neuen Mystery-Plot aufmachen, der sich dieses Mal um Castle’s Verschwinden dreht), waren die nächsten Folgen natürlich wieder gewohnt gut. Vielleicht sogar „filmerisch“ besser umgesetzt als die Staffeln zuvor. Und gerade gestern habe ich mit Folge 14 und 15, die Doppelfolge in der Mitte von Staffel 7 erreicht. Hochspannung von der ersten bis zur letzten Sekunde! Das Wiedersehen mit bekannten Figuren ist einfach immer wieder einer der Höhepunkte, jeder Geschichte. Vor allem wenn es solch ikonische Figuren sind.(!Achtung Spoiler: *Hust* – Dreifachmörder – *Hust*)

Bin gespannt wie die Folgen weitergehen. In der Folgenauswahl im Menü der DVD habe ich schon gesehen, dass die nächste Folge wohl irgendwas mit Astronautenanzügen zu tun hat. Hoffentlich wird das wieder eine dieser genial-skurillen Folgen, wie bspw. die „Steampunk-Folge“.

(zur Serie: → hier lang)

 

Gehört:

– Narbenhaut (Hörspiel):

narbenhaut-cover

Mehr durch Zufall gefunden, weil ich großer Fan von dem Autor Dane Rahlmeyer und dem Designer Colin M. Winkler bin, habe ich (obwohl ich bisher kein wirklicher „Hörspiel-Kenner“ bin) einfach mal reingehört, während ich Sport gemacht habe. Und wie gehofft, wurde ich sehr kurzweilig und qualitativ auch sehr hochwertig von der Produktionsseite aus (dazu zähle ich jetzt mal den Sound, die Musik, den animierten Intro-Film und solche Dinge) unterhalten. Also auch wenn ich zugegebenermaßen keine wirklichen Vergleiche zu anderen Hörspielen habe, glaube ich, dass ich mir sowas jetzt ab sofort wesentlich öfter anhören werde. Mal sehen, was es in diesem Bereich so an Geschichten zu entdecken gibt. (Vorzugsweise würde ich da natürlich auch eine Fortsetzung der Narbenhaut-Geschichte nehmen :-))

(zum Hörspiel: → hier lang)

 

Gespielt:

– X-COM Enemy Unknown:

xcom-eu-wallpaper

Ich hab diesen Monat 2 Spiele gespielt. Dying Light und X-Com. Dabei habe ich mit dem zweiten der beiden eigentlich gar nicht gerechnet. Doch ich muss sagen, dass Dying Light mich nicht wirklich lange bei der Stange halten konnte und ich daher einfach mal kurzentschlossen in X-Com reingeschaut habe, das etwas angestaubt noch von irgendeinem Steam-Sale auf meinem Rechner rumlag. Naja, das Ende vom Lied: Einmal angespielt und seitdem gefesselt. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das „Fein-Tuning“ der eigenen Soldaten (bis hin zum Spitznamen geben) einen so vereinnahmen kann. 🙂

Wer Alien-Invasionssettings mag und dazu auch noch Taktik-Spiele, sollte X-Com unbedingt mal ausprobieren.

(zum Spiel: → hier lang)

 

Gesehen:

– Gefährten von Steven Spielberg:

Gefährten

Den Film hatte ich lange gar nicht so richtig auf dem Schirm und habe dann beim Ansehen überrascht festgestellt, wie viele hochkarätige Schauspieler da eigentlich mitspielen. (Tom Hiddleston, Benedict Cumberbatch und David Kross, nur um mal ein paar sehr wenige zu nennen)

Auf jeden Fall wurde ich von dem Film sehr gut unterhalten und die Handlung um ein Pferd kann den Film wirklich tragen, weil eben immer wieder damit verknüpfte menschliche Schicksale rund um den ersten Weltkrieg gezeigt werden. Auch wenn die Pferde vielleicht manchmal etwas „zu intelligent“ dargestellt werden und genau im richtigen Moment natürlich das tun, was sie tun sollen und anscheinend auch genau verstehen, worum es sich dabei handelt, kam mir das nie wirklich störend vor. Wenn man einen solchen Film sieht, erwartet man solche Szene ja im Prinzip auch. Und genauso ist es mit den vielen Kriegsszenen. Atmosphärisch toll gemacht und auch mit einer durchaus größeren Gewalt-Menge ausgestattet, als ich erwartet hätte, ist der Film nie wirklich extrem brutal oder würde intensiver zeigen, wie schlimm die Kämpfe im ersten Weltkrieg tatsächlich waren. Aber auch das habe ich von einem solchen Film auch nicht erwartet und muss sogar sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass überhaupt so viele Schlachtenszenen drin sind. Vielleicht kommt das aber auch daher, dass der Titel im Original „War Horse“ ist. Würde das außen auf der deutschen DVD-Hülle stehen, hätte ich natürlich auch gleich ganz andere Erwartungen gehabt.

Alles in allem hat mir der Film aber sehr gefallen und es waren viele tolle Bilder, mit viel Schauwert darin enthalten.

(zum Film: → hier lang)

 

Autorentätigkeit:

Ungeziefer

 

Ungeziefer ist erschienen! 🙂

Was sich komisch anhört, ist leicht erklärt. In meinem letzten Post hier in meinem Blog, habe ich über meinen ersten Vertrag als Autor berichtet und nun ist endlich die dort erwähnte Anthologie „Ungeziefer“ im Torsten Low Verlag erschienen. Ich bin schon super gespannt, wann endlich meine Autorenexemplare eintreffen.

 

 

 

Ende:

So das wars dann aber auch mal vom März und obwohl dieser noch ein paar Tage lang dauert, stelle ich diesen Post schon mal online. (Geschehnisse der restlichen Tage, packe ich dann einfach in den April-Post :-))

 

 

Bildquellen:

Wächter der Nacht: http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/351_53080_50029_xxl.jpg

Ödland: https://luciddreamsrem.files.wordpress.com/2015/07/oedland-i-cover-klein.jpg

Firefight: http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/146_26900_164808_xxl.jpg

Blut gegen Blut: http://www.doppelmondsaga.de/?q=blutgegenblut

Castle Staffel 7: http://www.amazon.de/Castle-Staffel-7-6-DVDs/dp/B00ZZ91YR4

Narbenhaut: https://danerahlmeyer.files.wordpress.com/2012/03/narbenhaut-cover.jpg

X-Com: http://www.gatheryourparty.com/wp-content/uploads/2013/10/xcom-eu-wallpaper.jpg

Gefährten: http://www.tierfoto.de/wp-content/uploads/2012/02/Gef%C3%A4hrten.jpg

Ungeziefer: http://www.verlag-torsten-low.com/images/product_images/original_images/cover_54_0.jpg

Erster Verlagsvertrag unterzeichnet! :-)

Es ist schon eine Weile her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Natürlich habe ich diese Seite nicht vergessen. Ich war einfach nur damit beschäftigt, so viel Schreibzeit wie möglich in meinen Roman zu stecken. Außerdem gab es bisher auch nur wenig Neuigkeiten, bezüglich von mir erscheinender Werke.

Das hat nun jedoch ein Ende! 🙂

Gerade eben habe ich meinen ersten Verlagsvertrag unterzeichnet. Und zwar für eine Kurzgeschichte mit dem Titel „Therapiesitzung“. Sie wird vorraussichtlich im Oktober im Rahmen der Anthologie „Unheimliches Ungeziefer“ im Torsten Low Verlag erscheinen. Es freut mich einfach nur unglaublich Teil dieser Kurzgeschichtensammlung zu sein und ich bin wahnsinnig gespannt auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Verlag sowie natürlich auf das fertige Buch.

Sobald es hierzu weitere Neuigkeiten gibt, werden ich natürlich wieder von mir hören lassen. Doch fürs Erste muss leider dieses Bild reichen: 😉

IMG_5016

 

Medizinstudium und Doktorarbeit

Das Sommersemester neigt sich mit einem Klausuren-Sprint dem Ende zu und da ich für heute genug vom „Alt-Fragen kreuzen“ habe, will ich nur mal schnell eine kleine Erklärung posten, weshalb mein letzter Beitrag schon eine Ewigkeit zurückliegt.
Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen Leser, wie so ein Medizinstudium im 6. Semester aussieht.
Nämlich ungefähr so:

Stundenplan Screenshot für Website

Das ist ein kurzer Schnappschuss meines durchschnittlichen Stundenplans, den ich mir in Excel erstellt habe, dass ich auch ja keine Veranstaltung und Vorlesung verpasse. (Was bei den vielen unübersichtlichen Einzelstundenplänen der jeweiligen Fachrichtungen schnell passieren kann.)
Rot markiert sind übringens die Klausuren, die natürlich nicht jede Woche stattfinden. Aber es gibt trotzdem mehr als genug davon. In 2 Wochen steht die letzte Semesterwoche vor der Tür, mit alleine 5 Klausuren und einer mündlichen/praktischen Prüfung. (verteilt auf 3 Tage)
Das soll jetzt jedoch nicht zu einem Gejammer werden, sondern vielmehr zeigen, wie wenig Zeit einem neben der Uni für andere Dinge bleibt.
Wie zum Beispiel das Schreiben;-)

Besonders, wenn in den vielen Lücken des Stundenplans eigentlich überall statt freien Feldern „Doktorarbeit“ bzw. „Zeit im Labor“ stehen sollte. Denn außer dem Lernen bin ich momentan hauptsächlich damit beschäftigt Tumorpeptide zu identifizieren, die bei Glioblastom-Patienten eventuell einen Einfluss auf die Prognose der Erkrankung und die Überlebensdauer haben.
Wem das zu wissenschaftlich wird kann den nächsten Abschnitt gleich überspringen. Wer sich jedoch dafür interessiert – hier kommt eine kurze Erklärung meiner Doktorarbeit:

Ein Glioblastom ist ein bösartiger Tumor des Gehirns, den sich sicher niemand wünscht. Die Überlebenszeiten von Patienten unter den bisherigen Standardtherapieverfahren der Erkrankung schwanken momentan um ca. 12 Monate. (Natürlich sehr individuell auch nach dem jeweiligen Stadium des Tumors)
Alleine diese Aussichten zeigen schon, dass es höchste Zeit ist, sich ein paar neues Sachen einfallen zu lassen um dem Ganzen etwas entgegenzusetzen.
Ein Ansatz, der dabei bisher durchaus gute Ergebnisse geliefert hat, ist die „dentritische Zellvakzinierung.“
Dabei werden körpereigene Abwehrzellen darauf „trainiert“ den Tumor zu bekämpfen.
Und die bisherigen Studien zeigen, dass es tatsächlich funktioniert. Das durchschnittliche Überleben lässt sich circa verdoppeln.

[Für die extrem Interessierten hier kurz eine hoffentlich einfache und verständliche Erklärung der Funktionsweise und des Themas an dem ich persönlich arbeite:
Im Körper gibt es weiße Blutkörperchen, die für die Immunreaktionen verantwortlich sind. Eine besondere Art davon nennt man dentritische Zellen. Die sind für gewöhnlich damit beschäftigt bspw. Bakterien oder Viren zu „fressen“ und in ihre Bestandteile(=Peptide) zu zerlegen. Diese Bestandteile/Peptide schaffen sie an ihre Oberfläche und zeigen sie T-Killerzellen, die sie damit aktivieren.
Und was T-Killerzellen machen, kann man sich eigentlich schon vom Namen her denken. Sie töten andere Zellen, die dem Körper schaden könnten.
Die dentritische Zellvakzinierung baut jetzt darauf auf, dass man diese dentritische Zellen (bzw. Vorstufen davon) aus dem Blut des Patienten holt und ihnen statt Viren- oder Bakterienbestandteile, Teile des Tumors „zum Fraß vorwirft“. Natürlich mit der Hoffnung und dem inzwischen bewiesenen Effekt, dass wenn man die dentritischen Zellen dann wieder zurück in den Körper des Patienten spritzt die T-Killerzellen aktiviert werden und jetzt den Tumor als Ziel erkennen und angreifen. (Da das ganze im Prinzip wie eine Impfung gegen Krebs funktioniert wird das ganze Vakzinierung=Imfung genannt.)
Soweit so gut.
Bisher weiß man jedoch noch sehr wenig darüber, welche Bestandteile (Peptide) des Tumors eigentlich wichtig dafür sind, dass die Dendritischen Zellen die T-Killerzellen aktivieren können. Vielleicht ist es ja sogar so, dass manche Tumoren (die sich ja stark voneinander unterscheiden können, da sie „entartete“ Zellen des Körpers enthalten und jede „Entartung“ natürlich komplett unterschiedlich sein kann) ganz bestimmte Bestandteile in sich tragen, die die Immunantwort besonders gut aktivieren.
Und hier komme ich ins Spiel 😉
In meiner Doktorarbeit will ich genau solche Bestandteile (Peptide) finden, die eine entscheidende Rolle in der Aktivierung der T-Zellen spielen. Das Ziel dabei ist es, dadurch eine Art Vorhersage für den einzelnen Patienten zu treffen, ob die Therapie bei ihm überhaupt etwas bringen wird und wenn ja, wie viel sie ihm in seinem Kampf gegen den Tumor helfen kann.
Also klar eine Arbeit, die den einzelnen Patienten stark in den Mittelpunkt stellt, wie es in der „personalisierten Medizin“ ja immer mehr der Fall ist.]

Aber damit soll es erstmal genug wissenschaftlicher Kram für heute gewesen sein. Der Beitrag ist sogar wesentlich länger als ursprünglich gedacht, aber vermutlich ist er somit eine umso bessere Erklärung, warum der Wort-Zähler auf der rechten Seite der Website nur so geringe Fortschritte macht.

Allen noch einen schönen Abend. (Und natürlich auch viel Spaß beim Endspiel Deutschland vs. Argentinien)

Dominik