April 2016 #1

Der erste Beitrag für den Monat April (ein weiterer sollte noch folgen), aber ich habe bisher 2 Bücher gelesen und eine Serie gesehen und dachte, dass ich meine Eindrücke schon mal teile. Sonst wird der zweite Beitrag so lang. Ich hoffe nämlich dann darüber schreiben zu können, wie gut mir die Lesung von Bernhard Hennen und Robert Corvus im Drachenwinkel am Ende des Monats gefallen hat und vielleicht auch noch über ein paar andere Dinge.

Bücher:

– Firefight von Brandon Sanderson:

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Wie schon im letzten Post erwähnt, habe ich Anfang des Monats Firefight (den zweiten Band in der Reckoners-Serie von Brandon Sanderson) gelesen. Und von wegen unlogisches Ende! Eher einer der spannendsten und dichtesten Höhepunkte überhaupt. Brandon Sanderson ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren und ich hatte noch kein Buch von ihm in der Hand, dass mir nicht gefallen hat. Es ist eher so, als würde er mit jeder Geschichte, die er schreibt noch ein wenig besser. „Magiesysteme“ waren schon immer sein Ding und spätestens seit der Mistborn-Reihe würde ich behaupten, dass das kein anderer Autor besser beherrscht als er selbst. Allerdings scheint er mit jedem weiteren Roman an vielen kleinen Ecken und Kanten dazuzulernen und besonders das Pacing (also die Geschwindigkeit mit der eine Geschichte erzählt wird) ist in Firefight so ziemlich das Beste, was mir bisher untergekommen ist. Genau die richtige Abfolge von Action-Szenen, ruhigeren Charakter-Momenten und klugem Pläneschmieden (nur um dann in den Action-Szenen noch genialer zu improvisieren), um einen nur so durch den Roman durchrauschen zu lassen, ohne dass man ihn weglegen möchte. Also selbst wenn man mit der Epic-Fantasy, in der der Autor die meiste Zeit zu Hause ist, nicht allzuviel anfangen kann sollte man Steelheart und dann Firefight lesen. Ich liebe diese Bücher und freue mich schon riesig auf Band 3 (Calamity).

Bis dahin bleiben mir zum Glück noch die bisher erschienen Romane aus der „Stormlight Archive“-Reihe zum Lesen. Und vielleicht schafft es ja hoffentlich bald auch noch „Der Rithmatist“ in meine Regale.

(zum Buch: → hier lang)

 

– Blut gegen Blut von Benjamin Spang:

bgb_coverGestern habe ich Blut gegen Blut vom Indie-Autor Benjamin Spang fertig gelesen. Der Roman ist sein Debüt-Werk (mit Ausnahme von bereits veröffentlichten Kurzgeschichten-Sammlungen) und ich meine mich erinnern zu können, dass der Autor selbst irgendwann mal gesagt/geschrieben hat, dass er die Welt in seinem Roman bzw. das komplette Feeling beim Lesen der Geschichte am ehesten mit den Underworld-Filmen vergleichen würde. (Hoffentlich irre ich mich hier nicht:-), aber zumindest von meinem Empfinden würde ich es auf jeden Fall Genremäßig auch so einordnen.) Es gibt also Vampire, Werwölfe und Menschen deren Kulturen sich jeweils massiv voneinander unterscheiden und das alles verpackt in einer düsteren Welt, in der sich diese 3 Völker in einem ständigen Krieg befinden. Alles in allem hört sich das zwar ziemlich cool an, würde normalerweise aber nur begrenzt in mein übliches Beuteschema fallen, wenn es um den Bücherkauf geht. Da ich dem Autor aber schon ein, zwei Mal persönlich begegnet bin und auch seinen Werdegang bzw. die Entstehung seines ersten Romans interessiert mitverfolgt habe, dachte ich, dass es nun nach Erscheinen des Buches doch mal Zeit wird, dass ich es lese. (Der Roman ist nämlich durch ein Crowdfunding Projekt entstanden, wobei ich leider gestehen muss, dass ich es damals nicht unterstützt hatte. Eben weil die Geschichte nicht so hundertprozentig in „mein Genre“ gefallen ist) Naja nach dem Lesen, muss ich sagen, dass ich es tatsächlich schade finde, dass ich das damals nicht getan habe. Dabei muss ich zwar sagen, dass Blut gegen Blut vermutlich zwar nicht mein Lieblingsbuch ist, aber (nicht nur für einen Debütroman) ein verdammt ordentlicher Roman geworden ist. Sowohl vom Plot als auch von der Spannung in der Handlung, die beständig hochgehalten wird, hat mir das Buch gut gefallen. Und vor allem die Ausarbeitung der Welt fand ich sehr gut gemacht. Die 3 Rassen in der Geschichte haben gefühlt einen wesentlich größeren Tiefgang als ich zu Beginn erwartet hatte. Das hat der Autor meiner Meinung nach ziemlich gut rübergebracht, einfach dadurch, wie die Figuren ihre Umwelt erleben und wahrnehmen, nicht einfach durch plumpes Einwerfen von Info-Fetzen. Als einzigen Kritikpunkt (und ich hoffe, der Autor verzeiht mir, dass ich das schreibe, da ich in meinem Blog eigentlich nur über die Sachen schreiben will, die mir durch und durch gefallen haben) empfand ich die Neigung der Hauptfigur Kathrina zur Selbstverletzung. Ja es passt in die erschaffene Welt, aber ich habe mich (durch mein Medizinstudium) tatsächlich mal eine Zeit lang mit jemandem unterhalten, der sich in seiner Vergangenheit selbst „geritzt“ hatte und meinem Empfinden nach, wäre diese Person in dieser Phase ihres Lebens nicht in der Lage gewesen irgendwelchen „Abenteuer“ zu bestehen, wie sie im Roman geschildert werden. Natürlich könnte man jetzt auch sagen, dass man sich dann eigentlich keinen Actionfilm mehr ansehen dürfte, in der Leute die lächerlichsten Verletzungen überleben, aber aus irgendeinem Grund, war es hier für mich ein anderes Empfinden. Da es sich beim Roman jedoch um Fantasy handelt, konnte ich die meiste Zeit darüber hinwegsehen und am Ende (Achtung kleiner Spoiler!!) als ihre vermeintliche Schwäche der Selbstverletzung mehr oder weniger ihren entscheidenden Vorteil innerhalb des Endkampfes ausmacht, hatte der Autor mich wieder zurückgewonnen. 🙂

Also alles in allem wurde ich von Blut gegen Blut gut unterhalten, auch wenn es nicht ganz meinen üblichen Lese-Genres entspricht. Aber wer nichts dagegen hat, dass öfters mal ein Vampir mit einem Kettensägenschwert geköpft wird (anstatt, dass er etwa im Sonnenlicht glitzert), kann sich Blut gegen Blut durchaus mal anschauen. (zum Buch: → hier lang)

Ergänzung: Ich verfolge übrigens ziemlich gerne die Sachen, die Benjamin Spang so auf seiner Facebook-Seite teilt oder auch seine Youtube-Videos. (Besonders viele Autoren, die regelmäßig Videos drehen gibt es ja nicht und ich finde sowas extrem kurzweilig :-)) So habe ich übrigens auch erfahren, dass wohl dieses Jahr noch weitere Geschichten aus der Romanwelt von Blut gegen Blut erscheinen sollen. Das in diesem Video vorgestellte Cover finde ich persönlich auf jeden Fall schonmal sehr cool. (Und falls dieses Mal wieder ein Crowdfunding fürs Erscheinen nötig sein sollte, würde ich es definitiv auch unterstützen!)

 

Serie:

Fear the Walking Dead

Da ich über Amazon Prime einen Zugang zu einer Vielzahl von Serien habe und damit auch zu Fear the Walking Dead (dem Serienableger von The Walking Dead), habe ich mir diesen Monat die 6 Folgen der ersten Staffel angesehen, während ich Sport gemacht habe. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen, da ich nur wenig Trailer oder ähnliches gesehen hatte und vor allem, weil es bei solchen Serienablegern einfach oft nicht gelingt, das, was die ursprüngliche Serie ausmacht, umzusetzen. Und tatsächlich muss ich sagen, dass mich Fear the Walking Dead weit weniger gefesselt hat, als das Original. Dabei ist die Serie auf jeden Fall hochwertig produziert und der „Untergang der Zivilisation“ während der Zombie-Apokalypse war sehr gut und atmosphärisch dargestellt. Tatsächlich empfand ich die Szenen, in denen die Unruhen in der Stadt gezeigt werden und die Flucht vor den ausbrechenden Straßenkämpfen, als wirklich gelungen.

Was für mich das Hauptproblem der Serie war, ist jedoch dass im Gegensatz zu The Walking Dead einfach keine wirklich „sympathischen“ Charaktere vorhanden sind, mit denen ich mitfiebern würde. Ehrlich gesagt war mein „Lieblingscharakter“ mit Tobias nur eine sehr kleiner Nebenfigur.

Vermutlich werde ich eine (bald erscheinende) zweite Staffel mir aber trotzdem wieder ansehen. Erstens, weil die Serie doch immer wieder ein paar gute Momente hatte (auch wenn gerade in den mittleren Folgen viele Längen drin waren) und weil ich glaube, dass jetzt am Ende von Staffel 1, eine recht vielversprechende Ausgangslage für eine zweite Staffel geschaffen wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass entweder ein paar neue Identifikationsfiguren auftreten oder sich einige Figuren, die bisher vorkommen, weiterentwickeln.

 

was schaue ich im Moment:

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– The Night Manager

mit Hugh Laurie und Tom Hiddleston → bisher (Folge 5) ziemlich gut 🙂

 

 

 

Bildquellen:

Firefight: http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/146_26900_164808_xxl.jpg

Blut gegen Blut: http://www.blutgegenblut.de/

The Night Manager: http://amazon-presse.de/Produkte/Pressetexte/Newsdetail.html?pid=dcf3982d-3567-4736-88f1-9955482ec4ac

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