Die erste Rezension zu Zweite Chancen

Heute ist die erste Rezension zu Zweite Chancen online gegangen.

Vielen Dank hierfür an Melanie Döring, die ihre Meinung zum Buch sowohl auf ihrem Blog, als auch bei Amazon eingestellt hat.

erste Rezension

4 Sterne sind ein großartiger Auftakt. In nächster Zeit haben mir noch mehr Buchblogger zugesagt „Zweite Chancen“ zu rezensieren und ich hoffe, dass ihnen meine Geschichte ebenfalls gefallen wird.

Momentan bin ich stark von Klausuren und Doktorarbeit eingespannt, aber in 2 Wochen habe auch ich endlich die Semesterferien erreicht und komme hoffentlich wieder mehr zum Schreiben als bisher.
So langsam stauen sich die Ideen für neue Geschichte in der Warteschleife an 
 😉

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Wie ein Buch-Cover entsteht – Teil 2

Dies ist der zweite Teil eines Artikels, in dem ich beschreibe, wie „Zweite Chancen“ zu seinem Cover kam.
Teil 1 kann man hier finden und richtet sich vor allem an diejenigen, die sich dafür interessieren, wie man überhaupt den richtigen Cover-Designer fürs eigene Buch findet.
Wer jedoch genre mehr über die Zusammenarbeit mit meiner Designerin und die Magie hinter der Entstehung des Covers erfahren möchte, der ist hier genau richtig.
(Und mit Magie, meine ich wirklich Magie. – Aber lesen sie selbst)

Nachdem ich die Formalitäten rund um den Entstehungsprozess mit meiner wunderbaren Cover-Designerin Collette Ellis geklärt hatte, schickte sie mir schneller als erwartet die ersten Konzeptzeichnungen:

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Natürlich war ich begeistert.
Die Art und Weise, wie die Silhouette gezeichnet war, gefiel mir außergewöhnlich gut. Die „Nebelschwaden“, die um ihren Körper waberten, passten für mich hervorragend zu dem Konzept der Lichtwesen in Zweite Chancen. Und wie die Silhouette zum Kopf hin immer mehr „ausblich“, als würde sie gerade ihre Gestalt verändern, fand ich eine großartige Möglichkeit zu verdeutlichen, dass die Erscheinungsformen der Lichtwesen keine festgesetzten Größen sind.
Allerdings fand ich die Körperhaltung der Figur nicht ganz perfekt und die fehlenden Haare auf dem Kopf verliehen dem ganzen einen gewissen „Alien-Look“, der nicht recht passte.
Ich schickte noch am gleichen Abend eine kurze Mail mit der Beschreibung meines ersten Eindrucks zurück.

Wieder dauerte es nicht lange, bis die überarbeitete Silhouette in meinem Mailordner landete:

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Die Pose der Figur fand ich nun perfekt und die Haare hatten der Lichtgestalt jede Ähnlichkeit mit einem Alien genommen.
Nur der coole Effekt mit dem sanften „Ausbleichen“ der Figur zum Kopf hin, war hier verloren gegangen.
Und spätestens jetzt war mir klar, dass ich den unbedingt haben wollte 🙂
Also schnell die nächste Mail.

Die Figur musste jedoch noch kurz warten, denn inzwischen hatte Collette an dem Bogen gearbeitet, der die Figur umrahmen sollte. (Als Symbol für die beiden Torbögen, die sich im Limen befinden und hinter denen Aufstieg oder Abstieg warten)
Das Ergebnis waren 9 unterschiedliche skizzenhafte Versionen eines Bogens, aus denen ich mir einen Favoriten auswählen konnte:

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Die Entscheidung war natürlich schwierig. Doch schließlich legte ich mich mit ein bisschen Hilfe meiner Familie auf die linke untere Version fest.
Inzwischen hatte ich mich mit Collette außerdem darauf geeinigt, dass es ein Schwarz-Weiß Cover werden würde.
Erstens würde so die Silhouette, die mir so gut gefiel, am besten zur Geltung kommen und zweitens wäre es schon ein deutliches Alleinstellungsmerkmal, da es nur wenige Cover gibt, die ohne Farbe auskommen.
(Noch dazu würden die Leser auf den meisten eReadern sowieso keine Farbe haben und wenn das Motiv schon genau darauf ausgelegt war, wäre das sicherlich kein Schaden)

Was folgte war eine erste Zusammenstellung, wie das fertige Cover aussehen könnte. Sogar schon mit platziertem Titel und Autornamen:

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Zusammen mit dem Bild schickte Collette mir jedoch die Nachricht, dass sie mit der Arbeit nicht richtig zu Frieden war. Irgendwie wirkte das Ganze nicht so, wie sie es sich vorgestellt hatte.
Deswegen hatte sie mir noch etwas Neues in der E-Mail mitgeschickt:
Eine ihrer älteren Zeichnungen, die optimal zu meiner Geschichte passen könnte.
Gespannt lud ich den Inhalt der Mail herunter und schaute mir das Bild an.

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Was sich dann auf meinem Bildschirm aufbaute, lies mir den Kiefer herunterklappen.
Aber nicht einfach nur – wie man denken würde – weil das Bild wunderschön war.
Hier war eindeutig Schicksal, unglaubliches Glück, ein Versagen der statistischen Wahrscheinlichkeit oder Magie – je nachdem an was man lieber glauben möchte – am Werk.
Als ich zum ersten Mal die Idee zur Story von Zweite Chancen hatte, tippe ich bei Google den Begriff „Lichtwesen“ ein.
Was ich gerade vor mir sah, war genau das Bild, das ich damals gefunden hatte und das einen riesigen Anteil an der Entstehung des Lichtwesenkonzepts hatte.
Aus irgendeinem blöden Grund hatte ich das Bild nicht gespeichert und während der ganzen Zeit, in der ich an Zweite Chancen schrieb, hatte ich es nicht mehr im Internet wiederfinden können.
Doch irgendetwas hatte mich doch tatsächlich genau zu der Person geführt, bei der alles angefangen hatte.

Egal wie sehr ich die ersten Versionen des Covers mochte (und auch noch immer mag), mir war klar, wohin sich die fertige Version würde entwickeln müssen.

Alles was dann kam ging wirklich schnell.
Ich habe keine Ahnung wie Collette es geschafft hat, in so rascher Folge die nächsten „Zwischenstufen“ des fertigen Covers zu zeichnen.
Die erste Version mit der neuen Zielausrichtung war diese hier:

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Darauf folgte:

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Hier bewegen wir uns schon sehr nahe zum fertigen Cover hin.
Allerdings wollte die „Rüstung“, die die Lichtwesen-Figur trug, nicht so recht in meine Vorstellung dieser Erscheinungsformen passen.
Collette schlug mir daher vor eine Version anzufertigen, in der sie diese Elemente aufhellte.
Danach musste ich noch zwischen einer Version mit sehr kräftigen Farben und einer mit den Farben, wie sie auf dem fertigen Cover zu sehen sind, entscheiden.

Den letzten Schliff stellte der Klappentext des Buches dar.
Ich gab mein Bestes ihn so zu formulieren, dass er ansprechend wirkte und ihn auch gleichzeitig so zu formatieren, dass er in einer sinnvollen Weise auf das Cover passte.

Dann war es endlich so weit und das Cover von „Zweite Chancen“ stand fest und das Endergebnis fand ich überwältigend gut.

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Der aufmerksame Leser hat vielleicht schon bemerkt, dass es sich hierbei nicht nur um ein E-Book-Cover, sondern gleich um die Taschenbuchversion handelt.
Das hier ist der erste Blick auf diese Version, die ich hoffentlich bald veröffentlichen werde.

Falls euch das Cover genauso gut gefällt wie mir selbst und ihr gerne mehr über die dazu passende Geschichte erfahren möchtet, dann schaut doch mal in die Leseprobe von „Zweite Chancen“ rein. (Entweder hier oder direkt bei Amazon.)

Wie ein Buch-Cover entsteht – Teil 1

Dieser Post wird in zwei Teilen erscheinen.
Wer sich ausschließlich dafür interessiert, wie das fertige Cover von Zweite Chancen entstanden ist, kann mit dem Lesen gleich beim zweiten Teil einsteigen.
Diejenigen hingegen, die die „ganze Geschichte“ hören wollen, können hier den ersten Teil meines Erfahrungsberichts finden.

Am Beispiel meiner Novelle „Zweite Chancen“ will ich beschreiben, wie man als Indie-Autor eigentlich zu einem Cover für das eigenen Buch kommt.
Denn auch bei Buch-Covern ist es wie so oft im Leben:
Der erste Eindruck entscheidet meist sofort ob wir jemanden oder etwas mögen.
Um so wichtiger also, dass man ein Cover wählt, dass den Leser anspricht und die geschriebene Geschichte ins rechte Licht rückt.

Einen Cover-Designer in den tiefen des Internets zu finden, ist eigentlich gar nicht so schwierig. Nur am Ende auch wirklich beim Richtigen zu landen erfordert einige Geduld.
So startete ich meine Recherche mit dem Ziel folgende Fragen zu beantworten:
– Was macht ein gutes Cover aus?
– Wo findet man gute Cover-Desginer und auf was sollte man achten um einen solchen auch zu erkennen?
– Wie viel kostet so ein Cover eigentlich?

Als eine der größten Hilfen erwies sich dabei – wie bei vielen Fragen rund ums Self-Publishing – Matthias Mattings Self-Publisher-Bibel
So konnte ich recht schnell meine ersten Fragen beantworten.
Ein gutes E-Book-Cover muss:
– den Leser ansprechen
– auch als Vorschaubild (im kleinen Format) noch gut aussehen und lesbar sein
– auch in schwarz-weiß eine gute Figur machen, da viele E-Reader keine Farbdarstellung beherrschen
– das allgemeine Gefühl der Geschichte einfangen

Unter diesen Punkten halte ich den letzten für ganz besonders wichtig. Denn das Cover wird das Erste sein, was ein potentieller Leser von dem Buch sehen wird. Es wird also erste Erwartungen wecken, die das Buch später auch erfüllen sollte.

Schnell wurde mir außerdem klar, dass die einfachste Möglichkeit zu überprüfen, ob man das richtige Cover gefunden hat, die Frage: „Würde ich das selbst kaufen?“ ist.
Ein Vielleicht sollte hier auf keinen Fall ausreichend sein. Denn wenn man selbst schon nicht überzeugt ist, warum sollte es dann der Leser sein?

Nachdem ich nun wusste, was ich wollte, ging es daran den richtigen Designer zu finden.
Der preisliche Aspekt führte meine Suche dabei zuerst zu „vorgefertigten“ Covern. (Das sind vom Designer zum Verkauf angebotene Cover, die ohne Bezug zum eigenen Buch erstellt wurden. Findet man das richtige Motiv, wird dann nur noch der Titel und der Name des Autors eingefügt.)
Jedoch konnte mich keines der gefundenen Bilder wirklich begeistern und so musste ich meine Suche fortsetzten.

Ich durchforstete weiter das Internet und die Datenbanken von Deviant-art. (vermutlich die größte öffentliche Galerie überhaupt und ein wunderbarer Ort um entweder nach Inspiration zu suchen oder eben auch um Künstler zu finden)

Schließlich landete ich bei Casandra Krammer. Ihr Portfolio an bisher erstellten Covern gefiel mir und ich glaubte herausgefunden zu haben, dass sie einer Gruppe junger Künstler angehörte, die Indie-Autoren gerne dabei unterstützen wollte zum richtigen Cover zu gelangen.
Ich beschloss sie freundlich anzuschreiben und zu fragen, ob sie denn Interesse hätte ein Cover für meine Geschichte zu erstellen.
Die Antwort kam schnell und fiel tatsächlich positiv aus.
Allerdings existierte der Zusammenschluss von Künstlern, den ich gefunden hatte, in dieser Form leider nicht mehr.
Trotzdem einigten wir uns zunächst darauf, dass sie das Cover-Design übernehmen würde, und sie fragte mich, was ich mir denn eigentlich so vorstellen würde, wie das Cover aussehen solle.
Eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. Schließlich gab es da einfach viel zu viele Elemente in der Geschichte, die als Teil des Covers vorkommen könnten.
Casandra schickte mir jedoch glücklicherweise eine vorgefertigte Tabelle, in der sie die verschiedenen Aspekte meiner Coverwünsche abfragte.
Nachdem ich dann eine Zusammenfassung meiner Geschichte und der Idee, welches allgemeine Gefühl von dem Cover ausgehen sollte, dort eingetragen hatte, schrieben wir noch zwei drei Mails hin und her und dann sollte es endlich losgehen.

Das Problem: Inzwischen war es kurz vor Weihnachten und ich hatte völlig unterschätzt, wie viele andere Self-Publisher selbstverständlich zur gleichen Zeit auf der Jagd nach guten Covern waren.
Ich würde daher eine Weile warten müssen, bis ich an der Reihe war.
Es kam dann jedoch zu einem kleinen Missverständnis zwischen Casandra und mir, bezüglich des Fertigstellungstermins, das unsere Zusammenarbeit leider doch nicht funktionieren lies.

Ich möchte allerdings ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich Casandra als Designerin wirklich empfehlen kann und sie sehr professionell an die ganze Sache herangegangen ist.
(Hätte ich rechtzeitig vor Weihnachten Bescheid gesagt, würde mein Cover jetzt sicher von ihr stammen.)

Tatsächlich bin ich über dieses kleine Missverständnis jedoch auch in gewisser Hinsicht wirklich froh. Denn ohne diese kleine Aktion wäre „Zweite Chancen“ vermutlich nie zu dem Cover gekommen, das man heute bewundern kann.

Der entscheidende Augenblick, der am Ende zum Cover meiner Geschichte führte, war die Entdeckung von Michael Coorlims Büchern. Ich weiß nicht mehr genau, wo ich auf diesen Autor gestoßen bin. Aber ich glaube es war in einer Mail von bookbub.com, die ich täglich erhalte und in denen kostenlose oder preislich reduzierte E-Books aus dem amerikanischen bzw. englisch-sprachigen Raum beworben werden.

Auf jeden Fall wusste ich in dem Augenblick, als ich das Cover von „On the Trail of the Scissorman“ sah, dass ich herausfinden musste, wer es gezeichnet hatte.
Zu meinem großen Glück stand gleich im Impressum des Buches der gesuchte Name:
Collette J. Ellis
Natürlich habe ich sofort mit der Suche nach ihr begonnen und wurde schnell bei Deviant-Art und auf ihrer eigenen Website fündig.

Das nächste was ich tat, war ihr eine Mail zu schreiben.
Ursprünglich eigentlich nur aus dem Grund, um ihr zu sagen, wie außergewöhnlich gut mir ihre Arbeit und auch ihr restliches Portfolio gefiel.
Bevor ich die Mail jedoch abschickte zögerte ich einen Moment.
Sollte ich sie vielleicht danach fragen, ob sie für mich ein Cover zeichnen würde?
Bei der Arbeit, die sie leistete, konnte ich mir sicher sein, dass mich das mehr kosten würde, als ich ursprünglich auszugeben geplant hatte.
Schließlich ist „Zweite Chancen“ „nur“ eine Novelle von ca. 50 Seiten.

Dann fiel mir jedoch auf, dass meine Entscheidung schon in dem Augenblick gefallen war, als ich zum ersten Mal das Cover von Michal Coorlim gesehen hatte.
Ich hatte genug Zeit und Arbeit in Zweite Chancen gesteckt, um sagen zu können, dass die Geschichte es einfach verdiente in das passende „Kleid“ gehüllt zu werden.
Und wo der Ein oder Andere sich vielleicht alle paar Monate ein Paar neue Fußballschuhe kauft, konnte ich doch auch meiner Leidenschaft nachgehen.

Ich schickte die Mail ab.

Lange warten musste ich nicht:                                                                                             Nach zwei weiteren Mails stand fest, Collette würde meine Cover-Designerin werden.

Nachdem ich ihr ausführliche Informationen über die Handlung, das Setting und wichtige Elemente in der Geschichte zugesandt hatte, schickte sie mir einen Vertrag zu.
Im Prinzip handelte es sich dabei um eine reine Formsache und eine Art „Standardversion“, die wenig mehr aussagte, als das Collette ein Cover für mich erstellen würde.                                                                                                                                   Natürlich war das ganze aber in feinster Juristensprache verfasst. Und noch dazu natürlich auf Englisch. Denn wer es an dem Namen nicht schon längst erraten hat: Collette ist Engländerin.
Also musste ich das ein oder andere Wort in den Internetübersetzer tippen, bevor ich meine Unterschrift unter den Vertrag setzten konnte.
(Auch wenn der Vertrag natürlich vollkommen in Ordnung war, würde ich jedem dringend empfehlen ein solches Dokument durchzulesen, bevor man es unterschreibt. Ich musste beispielsweise einen Punkt im Vertrag ändern, da sich die Standardvorlage auf ein gedrucktes Buch bezog. Ich wollte hingegen nur ein E-Book erstellen. – Was sich später allerdings wieder ändern sollte.)

Dann hieß es ungefähr eine Woche warten (Zwei andere Kunden standen noch vor mir in der Schlange), bevor ich die ersten Konzeptzeichnungen zugeschickt bekam.

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Wie es dann weiterging erfahren ihr im zweiten Teil, der Cover-Entstehung von Zweite Chancen.

Woche Nummer 1 nach der Veröffentlichung

Die erste Woche seit der Veröffentlichung von „Zweite Chancen“ war ziemlich stressig für mich.
Jedoch leider weniger, weil ich so beschäftigt mit dem Schreiben war, sondern vielmehr, weil die Uni nach einem Großteil meiner Zeit verlangt hat.

Die Medikamenten-Namen in Pharmakologie lernen sich nicht von alleine und am Dienstag ist auch noch ein Referat zu Antikoagulantien fällig, das mich ein paar Stunden Schlaf gekostet hat, bis ich die Folien und meinen Text soweit zusammen hatte, dass alles passt.

Ein wesentlich angenehmere Sache war hingegen, dass ich endlich mit meiner Doktorarbeit zur Dentritischen-Zelltherapie von Glioblastomen angefangen habe. Und auch wenn ich an den ersten Tagen noch eher wenig im Labor machen durfte und mich (auch die nächste Zeit lang) erst mal in das Gebiet einlesen muss, so finde ich das Ganze um so interessanter, je mehr ich davon verstehe.

Diese Woche war ich also durchaus von der Uni eingespannt und so ist es wenig überraschend, dass ich maximal 1.000 Wörter geschrieben habe, die mein momentanes Projekt eher weniger vorangebracht haben.
Auch was „Zweite Chancen“ angeht, habe ich es bisher lediglich geschafft an 4 Buchblogger Mails zu verschicken, mit der Frage, ob sie denn vielleicht eine Rezension verfassen würden. Ich hoffe allerdings, dass ich heute Abend eine weitere Runde an Mails rausschicken kann.

Wie lief die Veröffentlichung?:
Das kommt eindeutig auf die Perspektive an. Betrachtet man lediglich die Verkaufszahlen, so ist es vermutlich schwer diese zu unterbieten.
Allerdings haben auch die wenigsten Menschen überhaupt eine Ahnung, dass ich ein Buch veröffentlicht habe. Was jedoch von Anfang an klar war.
Der für mich wirklich überraschende Effekt (der mich auch sehr gefreut hat) war jedoch, dass meine Website endlich die ersten Besucher anlockt.
Wo zuvor mit viel Glück  jede Woche ein Besucher aus Russland und einer aus der Schweiz in der Statistik angezeigt wurden (=vermutlich Suchmaschinen-Bots oder ähnliches), scheinen jetzt die ersten „realen“ Menschen darauf aufmerksam geworden zu sein.
Sollte das Wachstum kontinuierlich so weitergehen, bin ich vermutlich in schätzungsweise 50 Jahren berühmt. 😉

Um jedoch wieder etwas realistischer zu werden:
Ich hoffe in nächster Zeit ein paar Rezensionen von Bloggern für „Zweite Chancen“ zu bekommen und auch den ein oder anderen Leser zu finden.
Und dann längerfristig natürlich auch ein erstes Buch in Romanlänge zu veröffentlichen.
Mal sehen, wie diese Pläne laufen.

Wie geht es weiter?:
– So lange es die Uni erlaubt, will ich natürlich an meinem nächsten Projekt weiterschreiben.
– Ein weiterer wichtiger Punkt auf meiner Liste ist die Paperback-Veröffentlichung von „Zweite Chancen“, so dass ich mein Buch tatsächlich auch bald in eigenen Händen halten kann.

Am Ende diese Post, will ich natürlich auch meine „Tradition“ aufrecht erhalten:
Die Links der Woche:

Diese mal handelt es sich um 2 Tipps.

– Der erste ist Jason Gurley’s Newsletter. Wer ihn abonniert erhält die Kurzgeschichte „The Last Rail Rider“ umsonst und vermutlich auch in regelmäßigem Abstand interessante Infos vom Autor zugeschickt.
Bisher habe ich die ersten Seiten der Geschichte gelesen, und auch wenn die Handlung eher langsam voranschreitet, so ist die Endzeit-Atmosphäre einfach großartig gelungen.

– Bei dem zweiten Tipp handelt es sich um das E-Book Xenophobia von Peter Cawdron, das im Moment für 0,89€ auf amazon zu haben ist. Das Cover sieht großartig aus und der Klappentext hört sich meiner Meinung nach ziemlich gut an.
Bisher konnte ich noch nicht reinlesen, aber gekauft hab ichs trotzdem und dann zu meinem „Must-Read-Stapel“ an Büchern hinzugefügt.

Allen eine schöne Woche und wer möchte kann ja „Zweite Chancen“ lesen oder weiterempfehlen.
[Vielleicht schaffe ich es auch endlich den Artikel zur Cover-Entstehung fertig zuschreiben]

Dominik

Die Freiheit des Autors – Und die Freiheit des Lesers

Gestern habe ich die ersten Blogger und Rezensenten angeschrieben, ob sie vielleicht Interesse daran hätten Zweite Chancen zu lesen und eine Bewertung dazu abzugeben.
Und tatsächlich hatte ich heute morgen schon eine erste positive Antwort erhalten, was mich wirklich sehr gefreut hat.

Interessant an der Antwortmail, war allerdings vor allem eine spezielle Frage, die mir der Reviewer stellte. Er wollte wissen, ob ich von mir selbst glaube, dass ich schreiben könne?

Die Antwort fiel mir im ersten Moment gar nicht so leicht. Doch, da ich die Mail nur kurz auf meinem Handy gesehen hatte und noch von der Uni nach Hause fahren musste, hatte ich ein bisschen Zeit darüber nachzudenken.

Wie es der Zufall wollte, habe ich unterwegs – wie ich es öfters mache – eine Folge Writing Excuses – gehört. (Für alle die es nicht wissen: Writing Excuses ist ein Podcast in dem es grob gesagt um alles geht, was einen Schrifsteller beschäftigen könnte.)

Um genau zu sein, war es die Folge 5.28 – Epublishing.
Ich weiß, dass die Folge schon 2011 erschienen ist, doch was darin gesagt wird hat auch heute durchaus noch Gültigkeit: Das Veröffentlichen von Büchern wandelt sich.
Die „Gatekeeper“ (= Agenten, Lektoren, etc., die bisher dafür gesorgt haben, dass eine Vorauswahl besteht, was die Veröffentlichung von Büchern angeht) gibt es in dieser absoluten Form nicht mehr.

Wer möchte, kann heutzutage sein Buch auf Amazon oder den anderen Dienstleistern problemlos hochladen. Ohne irgendwelche vorherigen Kontrollen, wie spannend seine Geschichte ist oder ob sich vielleicht schon auf der ersten Seite fünfzehn Rechtschreibfehler finden.

Die Frage, die sich dabei Vielen stellt: Wie soll es bei solch einem System überhaupt noch möglich sein, die „guten“ von den „schlechten“ Büchern zu unterscheiden, wenn der Markt in dieser Art und Weise überschwemmt wird?

Meiner Meinung nach ist das jedoch ein „eingebildetes“ Problem. Googelt man nach den Zahlen der jährlich veröffentlichten Bücher, so findet man schnell astronomische Zahlen. Und das nicht erst seit dem E-Book-Boom.
Das „Auswahlproblem“ gibt es also schon wesentlich länger. – Auch zu Zeiten, wo noch vor- und aussortiert wurde.

Und doch gab es früher die Frage, wie man die „richtigen“ Bücher für einen selbst findet nicht. Man verließ sich auf die Hinweise von Freunden und Bekannten oder den Rat des Buchhändlers. Und auch heute funktioniert das noch so. Vielleicht sogar in einer weitaus stärkeren Form als zuvor.

In dem oben erwähnten Podcast kamen die Autoren zu dem gleichen Schluss:
Das Bücherverkaufen ist heute persönlicher geworden.

Der beste Beweis dafür ist, dass ich den Blog jedes einzelnen Rezensenten, den ich angeschrieben habe, selbst besucht habe, mich dort in den bisherigen Rezensionen umgesehen habe und mich in den Blog und die Persönlichkeit des Menschen versucht habe einzulesen.
Ich habe versucht mit der gleichen Professionalität an die Sache heranzugehen, wie ich sie auch bei meinem Schreiben versuche an den Tag zu legen.

Und so hat heute zwar Jeder die Freiheit seine Geschichten zu veröffentlichen. – Was eine großartige Sache ist.
Aber eigentlich noch viel großartiger ist die Tatsache, dass auch jeder Leser die Freiheit hat sich eine eigene Meinung über das Werk zu bilden und diese mitzuteilen.
Diese Meinung ist heute wichtiger als jemals zuvor. Die Leser selbst entscheiden, von was sie mehr wollen und das kann eigentlich nur die richtige Entwicklung sein.

Und um am Ende dieses Posts auch endlich die Frage zu beantworten, ob ich glaube Schreiben zu können, will ich hier die gleiche Antwort geben, wie ich sie auch in der Antwortmail an den Rezensenten geschrieben habe:

Ich denke, dass ein Autor niemals auslernt und ich weiß auch, dass ich vermutlich noch am Anfang stehe. Aber ich habe bei „Zweite Chancen“ versucht das Beste rauszuholen und die mit meinem momentanen Fertigkeiten, rundeste Form der Geschichte abzuliefern, die mir möglich war.
Ob ich wirklich schreiben kann bzw. das Schriftstellerhandwerk beherrsche, kann glaube ich nur der Leser selbst beantworten. Was ich dir jedoch klar sagen kann, ist das ich das Ganze ernst nehme und versuche eine gewisse Professionalität an den Tag zu legen.
Und dabei natürlich gleichzeitig noch so viel Spaß beim Schreiben zu haben wie möglich. 😉

Zweite Chancen ist live!

Plötzlich geht alles viel schneller als gedacht.

Mehr aus Spaß habe ich gerade eben nachgesehen, wie weit Amazon wohl schein sein mag mit dem hochladen meines Buches, als ich feststellen musste, dass es bereits im Shop erhältlich ist.

Also habe ich noch schnell eine Autorenseite dazu erstellt und jetzt ist Zweite Chancen unter hier  zu kaufen: Link

Wie gehst jetzt weiter?:
Zunächst freue ich mich erstmal. 😉
Und dann mache ich mich an die Umsetzung des Taschenbuchs. Keine Ahnung ob das auch so leicht wird wie die Veröffentlichung als E-Book. Aber Amazon hat da schon einen wirklichen guten Job gemacht mit seinem Kindle Direct Publishing.

Dominik

Hochgeladen!

Genau um 13:53 am 9.2.2014 habe ich bei Amazon die Datei von Zweite Chancen hochgeladen und somit das E-Book eingestellt.

Amazon behauptet, dass mein Buch innerhalb von 48 Stunden geprüft und dann in den Shops freigeschaltet wird. Vermutlich werde ich bis dahin alles fünf Minuten meine KDP-Seite neu laden um zu sehen, ob sich schon was getan hat. 🙂

Außerdem habe ich die Datei schonmal zum Test auf meinen Kindle geladen und ausprobiert wie es dann aussehen wird:

2014-02-09 11.05.05

Einfach nur verdammt cool!