Erwartungen und der „Starbucksansatz“

Warum habe ich angefangen zu bloggen?
Nun, zum Teil habe ich diese Frage schon in meinem ersten Post beantwortet:

Was ich mir wirklich erhoffe, ist ein paar Leser zu finden; sie mit auf meine Reise durch fantastische Welten zu nehmen und von ihnen Feedback zu erhalten um meine Geschichten noch besser zu machen.
Außerdem erhoffe ich mir zusätzliche Motivation fürs Schreiben, in dem ich ständig den Fortschritt meiner Geschichten veröffentliche.

Im Prinzip ist dies die Grundlage meiner Motivation.
Allerdings beschäftige ich mich schon länger mit dem Schreiben, Veröffentlichen und Bewerben von Büchern.
Und je mehr ich über Autoren lese, die ich bewundere, oder mich damit beschäftige wie die “Publishing-Welt” funktioniert, desto öfter stoße ich auf interessante Persönlichkeiten inklusive deren Ideen und auch ihre Erfolgs- sowie Misserfolgsgeschichten.
Besonders großartig finde ich momentan Hugh Howeys Buch Wool, das ich gestern Abend fertig gelesen habe.
Und auch wenn Mr. Howey immer wieder auf seinem Blog darüber berichtet wie viel Glück er doch hatte, dass er inzwischen so erfolgreich ist, so bin ich mir ziemlich sicher, dass noch mehr dahinter steckt.
Howey hat meiner Meinung nach zwei Dinge richtig gemacht. Er hat ein wirklich großartiges Buch geschrieben und er hat es für seine Leser zu einem Erlebnis gemacht seinen Werdegang mitzuverfolgen. Das beste Beispiel sind die vielen Videos, die er auf youtube veröffentlicht, wenn er einen weiteren Meilenstein seiner Karriere erreicht hat. Zum Beispiel “tanzt” er Balett oder freut sich wie ein kleines Kind während er eine Wool-Übersetzung zum ersten Mal auspackt.
Es macht einfach Spaß diesem Mann zuzusehen, wie er sich über das freut, was er erreicht hat.
Tim Grahl (Marketing-Spezialist, der mit Hugh Howey arbeitet) hat diese Art von Marketing mit zwei Kernpunkten zusammengefasst. Für ihn ist Marketing:
– the act of building long-lasting connections with people
(dt.: das Aufbauen von lang anhaltenden Beziehungen zu anderen Menschen)
und
– to be relentlessly helpful
(dt.: “schonungslos” hilfsbereit)

Um das ganze mit einem anderen Beispiel, das jeder kennt zu vergleichen:
Starbucks hat dieses Prinzip shcon längst verinnerlicht. Ihr Produkt (=Kaffee) könnte man vermutlich zu einem zehntel des Preises auch zu Hause trinken. Trotzdem ist die Kette überaus erfolgreich.
Und sobald man einen Starbucksladen betritt, findet man die beiden Hauptpunkte erfolgreichen Marketings (von Tim Grahl).
Die Bedienung ist freundlich, der Becher wird mit dem eigenen Namen versehen, es dauert für gewöhnlich nie lange bis man seinen Kaffe hat, man bekommt kostenloses W-lan und die stilvolle Einrichtung erledigt den Rest.                                                                   Es ist einfach ein zufriedenstellendes Erlebnis.

Man kann sich jetzt natürlich zu Recht fragen, weshalb ich Schleichwerbung für Starbucks, Hugh Howey oder Tim Grahl mache.
Die Antwort darauf ist jedoch ziemlich simpel. Alle drei haben mich überzeugt und eine “long-lasting connection” zu mir aufgebaut. Nicht nur, weil sie “schonungslos” hilfsbereit sind in dem sie mir genau das liefern, was ich von ihnen erwarte (ein gutes Buch / funktionierendes Marketing/ einen gutschmeckenden Kaffee), sondern auch weil sie es zu einem angenehmen Erlebnis machen, wenn ich ihre “Produkte” in Anspruch nehme.
Ich bin mir sicher, dass ich nicht der Erste bin, der diesen “Starbucks-Ansatz” beschrieben oder entdeckt hat. Trotzdem funktioniert er so gut, dass ich der Meinung war ihn festhalten zu müssen.

Und um schließlich zum Ende dieses Posts zu kommen, will ich eine weitere Frage beantworten:                                                                                                                         Was hat das ganze mit meinem Blog, meinen Geschichten oder meinen Erwartungen zu tun?
Antwort:
Ich sage nicht, dass ich so gut darin bin wie die Hugh Howey, der seine Leser immer wieder für sich begeistert, in dem er einfach nur “nett” ist. Aber ich versuche trotzdem den gleichen Ansatz zu verfolgen.
Ich rechne weder mit mit Bestseller-verkaufszahlen, noch mit anderweitig großem Erfolg oder Ruhm. Es wäre verrückt sich solche Dinge als Ziele zu setzen, die man nicht kontrollieren kann.
Was hingegen in meiner Macht liegt, ist das Schreiben und alles was dazu gehört zu genießen. Es auch zu tun, wenn mir keiner zusieht und meine Geschichten liest. – Einfach nur, weil es mir selbst Spaß macht.
Und ich kann versuchen, diesen Spaß mit allen zu teilen, die sich vielleicht doch für eine meiner Geschichten interessieren. (Schließlich sollte ein bischen träumen noch erlaubt sein 😉 )

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